GFL öffnet sich weiter für internationale Spieler

Im Frühjahr wird die German Football League (GFL) in ihre 41. Saison starten. Bei den laufenden Kaderplanungen in diesem Winter wird erneut offensichtlich, dass die GFL ihre Attraktivität als Liga mit der größten sportlichen Strahlkraft in Europa noch einmal verstärken kann.

Im Frühjahr wird die German Football League (GFL) in ihre 41. Saison starten. Bei den laufenden Kaderplanungen in diesem Winter wird erneut offensichtlich, dass die GFL ihre Attraktivität als Liga mit der größten sportlichen Strahlkraft in Europa noch einmal verstärken kann. Der Zustrom von Spielern aus anderen europäischen Ländern zu den GFL-Clubs wächst seit einigen Jahren, beinahe täglich vermelden die Teams Neuverpflichtungen von jenseits der Grenzen.

„Das Niveau des Recruitings hat in den GFL-Vereinen nochmal zugenommen und somit den Level der Liga erneut verstärkt, wir können wieder einmal eine spannenden Saison erwarten“, freut sich GFL-Sprecher Carsten Dalkowski.

Leistungsdichte und Qualität sind in der Form, wie die GFL sie bietet, nirgendwo anders in Europa zu finden. In diesem Jahr ist zusätzlich zu erwarten, dass die Kader der GFL-Teams auch während der Saison noch markanter als bisher kontinuierlich verstärkt werden. Möglich machen dies Änderungen in der Bundesspielordnung für 2019, die darauf zielen, den Vereinen der GFL noch mehr dabei zu helfen, die GFL als die führende europäische Liga für die Footballer des Kontinents mit den höchsten Ambitionen zu etablieren.

So können künftig zum einen Wechsel zu GFL-Teams bis zum 31. Juli und damit einen Monat länger als bisher vollzogen werden. Zum anderen können Spieler aus dem europäischen Ausland nun auch nach dem 1. März ohne Wechselsperre in die GFL wechseln. Beides hängt damit zusammen, dass in den meisten europäischen Ländern die Saison früher als in Deutschland startet und meist auch kürzer ist. Beispielsweise in Frankreich (Endspiel Anfang Juni) oder in Österreich (Endspiel im Juli) können die stärksten Spieler sich nun leichter für ein erhofftes GFL-Engagement entscheiden, weil sie problemlos zugleich ihrem Heimatverein die Treue halten können.

Hinzu kommen Erleichterungen für junge Spieler: Verpflichtungen von Akteuren unter 21 Jahren aus dem europäischen Ausland sind GFL-Teams ab 2019 in beliebiger Anzahl möglich, die Obergrenze für internationale Transfers gilt nur noch für ältere Spieler. Zusätzliche Erleichterungen bis hin zu einem kompletten Wegfall von Wechselbeschränkungen können mit anderen Nationalverbänden Europas vereinbart werden, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruhen.

„Die punktuellen Änderungen in der Bundesspielordnung sind aufgrund der Anregungen aus der Liga ergangen. Hier zeigen sich bereits die ersten sichtbaren Einflüsse des neu aufgestellten Ligadirektoriums sehr positiv“, ergänzt Dalkowski.

Die Zielsetzung für die GFL ist klar und berührt verschiedene Bereiche:

Langfristig versteht sich die Liga als Teil eines zusammenwachsenden Europas, in dem nationale Grenzen gerade für junge Menschen und erst recht für Sportler nur noch eine sehr untergeordnete Rolle spielen sollen.

Kurzfristig geht es selbstverständlich auch darum, das sportliche Niveau weiter zu steigern, den Wettbewerb im Sinne der Aktiven und der Fans zu intensivieren und die unmittelbare Attraktivität der Spiele zu erhöhen.

Mittelfristig wiederum peilt die GFL an, die Rolle des Bindeglieds zwischen dem europäischen American Football und dem Profi-Football in Nordamerika immer stärker auszufüllen. In diesem Zusammenhang ist auch die in dieser Saison startende Kooperation der GFL mit der Canadian Football League (CFL) zu sehen.

Dalkowski: „Sehr interessant und lehrreich war die zweitägige Tour durch die CFL-Zentrale in Toronto, bei der wir nicht nur mit dem Commissioner geredet haben, sondern bereits in einer ersten Arbeitssitzung mit dem gesamten Vorstand echte Eckpunkte für eine gemeinsame Zusammenarbeit setzen konnten.“

Hier wird ebenfalls über Wechselerleichterungen für kanadische Spieler nachgedacht. Im Gegenzug soll Spielern von GFL-Teams oder Jugendmannschaften, die eine Auslandskarriere anstreben, mit Hilfe der kanadischen Profi-Liga eine Brücke in kanadische Teams aus dem Jugend-, Hochschul- und letztendlich auch dem Profi-Bereich gebaut werden.

Auch hier gilt: Diese Möglichkeit soll nicht nur deutschen Spielern, sondern Footballern aus ganz Europa eröffnet werden. Es besteht die begründete Hoffnung, dass die stärkere Verzahnung des europäischen Amateur-Footballs mit der GFL und deren Kooperation mit der CFL nach einigen Jahren positive Rückkoppelungseffekte nicht nur für den deutschen, sondern für den gesamteuropäischen American Football zeitigen sollte. Einerseits wird Europäern der Weg in den nordamerikanischen Football geebnet, andererseits werden nach einigen Jahren Rückkehrer von dort weitere positive Impulse in ihren jeweiligen Heimatländern setzen können.

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